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Titonton Duvante im Nordstern

25. August 2010

Titonton Duvanté, Titonton Duvanté, ein Name wie ein Gedicht: Tütütüt Düdelüd. So vorbelastet, muss man unweigerlich zum Debussy des Techno werden. Classic Techno wie in Classic Rock, Deep Purple meets the London Philharmonic Orchestra. Jetzt beweisen wir der BBB (Bornierten Bildungs Bourgeosie) aber, dass unsere Jugendkultur gar nicht so eine BBB (Brutal Barbarische Banalität) ist, nein, auch wir können fünf Geiger gleichzeitig einsetzen. Stop! Mit solch verblasenem Kultiviertenschlock hat Titonton nun überhaupt nichts an seinen Dreads. Außerdem rufen ihn seine Kommilitonen an der Musikhochschule in Colombus/ Ohio Tittytonton, Tommy Thompson, Tauntaun oder Ravioli. Das klingt doch schon gar nicht mehr nach Debussy, sondern nach derb um zwanzig Ecken gewinkelten Hypervitalitätstechno. Nur die gesteigerte Liebe zu analogen Sounds gipfelt im Einsatz von Orchesterinstrumenten; eine stringente, logische Entwicklung, keine gesuchte Fusion. Wer neben seinen akademischen Klassikstudien Cocteau Twins verwehendes Post-Wave-Märchengesäusel, Yellow Magic Orchestras sprunghaften C64-Schießbudenzauber in “Firecracker” und frühen UK Breakbeat von 4 Hero oder – lacht da wer? – Prodigy hört, der ist wie dazu berufen, alle Bedenken gegenüber Klassik in elektronischer Tanzmusik im Kampf gegen William Orbit auszuhebeln.

Fr 17.09.2010 23.00
Nordstern Basel

http://www.nordstern.com/

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